Muskeln, die auf den Schultergürtel wirken

1.    M. trapezius, Kappenmuskel (wörtlich: trapezförmiger Muskel)
Ursprung: Protuberantia occipitalis externa, Septum nuchae, Dornfortsätze des 1.—11. (12.) Brustwirbels
Ansatz: Extremitas acromialis claviculae, Acromion und Spina scapulae Nervenversorgung: N. accessorius und Plexus cervicalis

2.    Mm. rhomboideus minor et major, kleiner und großer Rautenmuskel U: Dornfortsätze des 6.—7. Halswirbels und des 1.—4. Brustwirbels
A: Margo medialis scapulae N: N. dorsalis scapulae

3.    M. levator scapulae, Schulterblattheber
U: hintere Höcker der Querfortsätze des 1.—4. Halswirbels A: Angulus superior scapulae N: N. dorsalis scapulae und Plexus cervicalis

4.    M. pectoralis minor, kleiner Brustmuskel U: 2.—5. Rippe
A: Processus coracoideus scapulae N: Nn. thoracici ventrales

5.    M. subclavius, Unterschlüsselbeinmuskel U: Knochenknorpelgrenze der 1. Rippe A: Unterfläche der Clavicula
N: N. subclavius

6.    M. serratus anterior, seitlicher Sägemuskel U: 1.—9. Rippe
A: Angulus superior und inferior, Margo medialis scapulae N: N. thoracicus longus
 
Der Trapezius (Abb. 34,14) liegt oberflächlich im Bereich des Nackens und der oberen Rückenhälfte. Die Muskeln beider Seiten bilden eine Trapez- oder Rautenform, der einzelne Muskel dagegen ist dreieckig mit abgestumpfter Spitze am Ansatz und mit der Basis an der Wirbelsäule. Seine Fasern verlaufen in absteigender (Pars descendens), querer (Pars transversa) und aufsteigender Richtung (Pars ascendens). Diesen verschiedenen Verlaufsrichtungen entsprechend haben diese drei Teile des Trapezius auch eine verschiedene Wirkung. Die Pars descendens zieht die Schulter nach oben, die Pars transversa, der kräftigste Teil, nach hinten und die Pars ascendens nach unten. Nur der untere Teil des Muskels ist bisweilen beim Lebenden deutlich sichtbar. Beide Muskeln zusammen sehen dann wie eine Kapuze oder Mönchskutte aus, daher der alte Name M. cucullaris.

Muskelkrafte die den Arm über die Horizontale erheben

Muskeln, die auf den Schultergürtel wirken

Der Rhomboideus (Abb. S. 34) ist eine rautenförmige, mehr oder minder dicke Muskelplatte, die zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt ausgespannt ist. Er ist zum allergrößten Teil vom Trapezius bedeckt. Nur sein unterer lateraler Winkel erreicht die Oberfläche und ist beim Lebenden bisweilen sichtbar. Der Muskel zieht, wie die Pars descendens des Trapezius, den Schultergürtel nach oben und innen und bildet zusammen mit dieser auf der einen Seite, und dem Pectoralis minor auf der anderen Seite einen durchlaufenden Muskelzug (s. Abb. 33).

Muskeln der vorderen Rumpfwand

Der Levator scapulae (Abb. S. 33, 34) ist ein strangförmiger Muskel, der, größtenteils vom Trapezius bedeckt, steil von oben nach unten verläuft. Die vom Atlas kommende Ursprungszacke ist am stärksten und überlagert die übrigen. Der Muskel ist nach seiner Funktion (Schulterblattheber!) benannt.

Der Pectoralis minor (Abb. S. 33) liegt im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Muskeln nicht am Rücken, sondern an der Brust. Er ist ein platter, dreiseitiger Muskel, der vom großen Brustmuskel bedeckt wird. Er zieht das Schulterblatt unmittelbar, den erhobenen Arm mittelbar nach vorn und unten.

Der Serratus anterior (Abb. S. 33, 34, 35, 14) liegt zum Teil oberflächlich an der Seitenwand des Brustkorbes, wo man einen Teil seiner Ursprungszacken am Lebenden deutlich sehen kann. Wegen seines gezackten vorderen Randes hat er den Namen Sägemuskel erhalten. Von dort zieht er als breite Platte zwischen Brustwand und Schulterblatt dorsalwärts. Man kann an ihm drei Teile unterscheiden. Der obere Teil ist kräftig, bis zu 2 cm dick, entspringt von einem Sehnenstreifen zwischen der 1. und 2. Rippe und befestigt sich am Angulus sud ior scapulae. Der mittlere Teil ist dünn, kommt von der 2.—4. Rippe und setzt sich verbreiternd am Margo medialis scapulae an. Der untere Teil nimmt seinen Ursprung an der 4.—9. Rippe und setzt unter deutlicher Konvergenz seiner Fasern am Angulus inferior scapulae an. Der obere Teil wirkt als Heber des Schulterblattes, der mittlere als Antagonist der Pars transversa des Trapezius (s. Abb. 14). Der untere Teil ist funktionell am wichtigsten. Er zieht den unteren Winkel des Schulterblattes nach vorn und ermöglicht dadurch eine Erhebung des im Schultergelenk durch andere Muskeln um 90° gehobenen Armes über die Horizontale hinaus.

Ist der Muskel gelähmt, so kann der Arm auf der betreffenden Seite nicht über die Horizontale gehoben werden. Will man dies prüfen, so muß man beide Arme über die Horizontale heben lassen, da sonst eine Hebung des zu prüfenden Armes über die Horizontale durch Seitwärtsneigung des Rumpfes nach der entgegengesetzten Seite vorgetäusoht werden kann.

Категорія: Einführung in die Anatomie, Bewegungsapparat |
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