Muskeln, die auf das Kniegelenk wirken

1.    M. quadriceps femoris, vierköpfiger Schenkelstrecker a M. rectus femoris, gerader Schenkelmuskei
U: Spina iliaca ant. inferior und Rauhigkeit oberhalb des Acetabulum
b)    M. vastus medialis, innerer Schenkelmuskel U: Labium mediale der Linea aspera
c)    M. vastus lateralis, äußerer Schenkelmuskel U: Labium laterale der Linea aspera femoris
d)    M. vastus intermedius, mittlerer Schenkelmuskel U: Vordere und laterale Femurfläche
A: Gemeinsame Endsehne als Lig. patellae an der Tuberositas tibiae N: N. femoralis

2.    M. sartorius, Schneidermuskel U: Spina iliaca anterior superior A: Tibia (Pes anserinus)
N: N. femoralis

3.    M. biceps femoris, zweiköpfiger Schenkelmuskel U: Caput longum: Tuber ischiadicum
Caput breve: Labium laterale der Linea aspera femoris A: Caput fibulae N: N. tibialis (Caputlongum)
N. fibularis (Caput breve)

4.    M. semitendinosus, Halbsehnenmuskel U: Tuber ischiadicum
A: Neben der Tuberositas tibiae (Pes anserinus)
N: N. tibialis

5.    M. semimembranosus, Plattsehnenmuskel U: Tuber ischiadicum
A: Condylus medialis tibiae, Hinterwand der Kniegelenkskapsei (Lig. popliteum obliquum), Fascie des M. popliteus N: N. tibialis

6.    M. popliteus, Kniekehlenmuskel U: Condylus lateralis femoris A: Planum popliteum tibiae
N: N. tibialis

Die Muskeln, die die Beuge- und Streckbewegungen im Kniegelenk hervorrufen, liegen im Bereich des Oberschenkels: die Extensoren oder Strecker an der Vorderseite, die Flexoren oder Beuger an der Rückseite. Zur Streckergruppe rechnet man den Quadriceps und Sartorius, zur Beugergruppe den Biceps femoris, Semimembranosus und Semitendinosus.

Der Quadriceps femoris (Abb. 110, 112, 113, 120, 121) ist der größte und mächtigste Muskel unseres Körpers. Er wiegt 1 bis 2 kg. Seine vier Köpfe heißen: Rectus femoris, Vastus medialis, Vastus lateralis und Vastus intermedius. Der Rectus femoris besitzt zwei Ursprungssehnen, eine gerade, von der Spina iliaca ant. inferior und eine quere, von einer Rauhigkeit oberhalb des Acetabulum kommende. Er liegt oberflächlich in einer vom Vastus medialis und lateralis gebildeten Rinne. Handbreit oberhalb der Kniescheibe beginnt die Endsehne. Der Rectus femoris ist ein zweigelenkiger Muskel, er wirkt auf das Hüftgelenk anteflektierend, auf das Kniegelenk streckend. Die drei Vasti sind eingelenkige Muskeln. Sie bilden eine mächtige Muskelhülle um das Mittelstück des Femur, nur ihre Ursprungsstelle, die Linea aspera [Crista] femoris, freilassend. Alle vier Köpfe des Quadriceps bilden eine gemeinsame Endsehne, deren Fasern zur Patella und von dort als big. patellae weiter zur Tuberositas tibiae ziehen.

Die Muskeln der unteren Extremität, von vorn

Die Muskeln der unteren Extremität, von medial

Die Muskeln der unteren Extremität, von lateral

Die fibrose Kniegelenkskapsel, von vorn und hinten

Der Quadriceps wirkt, da seine Sehne vor der queren Kniegelenksachse vorbeizieht, streckend auf das Kniegelenk. Sein Punctum mobile liegt für gewöhnlich am Unterschenkel, kann aber bei bestimmten Bewegungen mit dem Punctum fixum vertauscht werden, z. B. beim Steigen, Aufstehen aus dem Sitz. Seine Hauptfunktion ist aber wieder eine statische: er verhindert, daß wir beim Stehen in den Knien einknicken. Zwar ist der Muskel beim Stehen in der Regel nicht kontrahiert, weil der Schwerpunkt des Oberkörpers genau über oder vor der queren Kniegelenksachse liegt. Sobald er aber hinter diese Achse verlagert wird, droht die Gefahr des Einknickens im Knie, da diese Bewegung ja durch den Bandapparat des Kniegelenkes nicht gesperrt ist. Daom muß der Quadriceps eingreifen. Davon kann man sich am eigenen Bein leicht überzeugen, wenn man in leichte Kniebeuge geht und dabei die Hand auf die Vorderseite des Oberschenkels legt: Der Quadriceps wird hart. Die beiden Schenkelstrecker müssen bei diesem Auffangen und Abbremsen der Beugebewegung so viel an Kraft aufbringen wie das Gewicht aller Körperteile oberhalb der Knieebene beträgt. Bekanntlich ist sogar ein Quadriceps allein dazu imstande. Daher die Mächtigkeit dieses Miuskels.

Den Sartorius (Abb. 110, 112) rechnet man mit zu den Extensoren, obwohl er seiner Funktion nach zu den Beugern gehört.

Aber seine Lage an der Vorderseite des Oberschenkels sowie die Innervation durch den gleichen Nerven wie die Extensoren können als Gründe für die Zurechnung zu dieser Muskelgruppe angeführt werden.

Wie der Quadriceps der schwerste, so ist der Sartorius der längste Muskel des Körpers. Er bildet ein 4 — 5 cm breites Band, das, von der Spina iiiaca ant. superior ausgehend, sich schraubenartig um den Oberschenkel zur medialen Seite des Kniegelenkes hin herumwindet. Dadurch, daß der Muskel in einer eigenen Fascienloge wie in einer Führungsröhre liegt, verändert er seine Lage auch bei Kontraktion nicht. Seine Sehne liegt hinter der queren Kniegelenksachse und beteiligt sich an der Bildung des Pes anserinus. Der Sartorius ist ein zweigelenkiger Muskel. Am Hüftgelenk bewirkt er Beugung und Außenrotation, am Kniegelenk Beugung und Innenrotation.

„Schneidermuskel“ wurde dieser Muskel von den alten Anatomen genannt, weil sie annahmen, daß er das Bein in die Stellung bringt, die der Schneider, bei seiner Arbeit auf einem Tisch sitzend, einnimmt. Richtiger als für den Sartorius würde diese Bezeichnung für die oberen Adduktoren: Pectineus, Adductor longus und brevis sein.

Der Biceps femoris (Abb. 111, 113) liegt an der Rückseite des Oberschenkels am weitesten lateral von allen drei Beugern. Sein Caput longum kommt vom Tuber ischiadicum, liegt zunächst, vom Glutaeus maximus bedeckt, unmittelbar neben dem Semitendinosus (Abb. 117), trennt sich dann von diesem Beuger und bildet die laterale Begrenzung des oberen Abschnittes der Kniekehle, Poples [Fossa poplitea] (Abb. 93). Dort vereinigt sich der lange Kopf mit dem aus der Tiefe von der Linea aspera [Crista] femoris kommenden Caput breve. Die gemeinsame Endsehne, die bei gebeugtem Knie als kräftiger Strang durch die Haut zu fühlen ist, zieht zum Caput fibulae.

Die Muskeln der unteren Extremität, von hinten

Schema der Kniekehlenraute

Die äußeren Hüftmuskeln

Der Semitendinosus (Abb. 111, 112) ist ein schlanker Muskel, der am Tuber ischiadicum entspringt und zunächst neben dem Caput longum des Biceps liegt. Er wird deswegen oft für einen Kopf dieses Muskels gehalten. Sein Muskelbauch wird von einer feinen, schräg verlaufenden Intersectio tendinea durchsetzt. Der Muskel zieht, in einer Rinne des Semimembrosus eingebettet, nach abwärts und geht ungefähr in der Mitte des Oberschenkels in eine schmale, rundliche Sehne über, die am medialen Rande der Kniekehle zu fühlen ist und sich an der Bildung des Pes anserinus beteiligt.

Der Semimembranosus (Abb. 111) liegt am weitesten medial, zugleich auch ventral von den beiden anderen Beugern, zwischen diesen und dem Adductor magnus. Der Muskel ist durch eine breite, bandartige Ursprungssehne ausgezeichnet, der er seinen Namen verdankt. Er bildet mit dem untersten Abschnitt seines Muskelbauches die mediale Wand des oberen Teiles der Kniekehlenraute (Abb. 93). Dieser Teil des Muskels springt oft bei der Kontraktion als knolliger Wulst an der Rückseite des Oberschenkels vor. Die Ansatzsehne des Muskels strahlt in drei Zipfel (Pes anserinus profundus) aus, die man als Knochen-, Fascien- und Kapselansatz (s. Tabelle ) bezeichnen kann.

Kniegelenk (Articulatio genus)

Der Popliteus (Abb. 120, 121) liegt in der Tiefe der Kniekehle. Er entspringt mit deutlicher schmaler und abgeplatteter Sehne am Condylus lateralis femoris, die unter dem Lig. collaterale fibulare hindurchzieht und mit der Kapsel des Kniegelenkes verwachsen ist. Die Sehne geht in einen kurzen, schräg von fibular nach tibial absteigenden Muskelbauch über, der mit ganz kurzer, kaum sichtbarer Sehne am Planum popliteum der Tibia ansetzt.

Der Popliteus wirkt auf das Kniegelenk beugend und innenrotierend.

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