Innere Oberfläche des Schädels

Schädelhöhle, Cavum cranii und innere Schädelbasis, Basis cranii interna

Die innere Oberfläche des Schädeldaches ist im allgemeinen glatt und gewölbt. Sie wird modelliert durch die Hirnwindungen (Impressiones digitatae [gyrorum]) und durch die Gefäße der harten Hirnhaut (Sulci arteriosi).

Die innere Oberfläche der Schädelbasis, Basis cranii interna (Abb. 164 und 165), zeigt in Anpassung an die Hirnbasis drei paarige Gruben: vordere Schädelgrube, Fossa cranii anterior [frontalis], mittlere Schädelgrube, Fossa cranii media, und hintere Schädelgrube, Fossa cranii posterior [occipitalis]. Die drei Gruben sind terrassenförmig hintereinander gestaffelt.

Innere Schädelbasis I mit rot eingezeichneten Knochengrenzen

Innere Schädelbasis II Bezeichnet sind die Öffnungen

Die vordere Schädelgrube, Fossa cranii anterior, liegt am höchsten und trägt die Bezeichnung ,,Grube“ eigentlich zu Unrecht, denn ihr vom Os frontale gebildeter Boden ist eher konvex als konkav. Nur im mittleren Teil senkt er sich grubenförmig zur Siebbeinplatte, Lamina cribrosa, mit der Crista galli hinab. Durch die Löcher der Siebplatte treten die Riech¬nerven, Nervi olfactorii, hindurch. Die Grenze der vorderen gegen die mittlere Schädelgrube wird von den Alae minores des Keilbeins gebildet. In der vorderen Schädelgrube liegt der Stirnlappen des Großhirns.

Die mittlere Schädelgrube, Fossa cranii media, liegt tiefer als die vordere und stellt eine wirkliche Grube dar, die vom Schläfenlappen des Großhirns ausgefüllt wird. Durch die Erhebung des Felsenbeins wird sie gegen die hintere Schädelgrube abgegrenzt. Vorne steht sie durch die Fissura orbitalis superior mit der Augenhöhle in Verbindung. Durch diese Spalte ziehen folgende Gehirnnerven: N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. ophthalmicus (V1), N. abducens (VI) sowie ein Blutgefäß, die V. ophthalmica. Eine weitere Verbindung mit der Augenhöhle stellt der Canalis [fasciculi] opticus dar, durch den der Sehnerv, Nervus [Fasciculus] opticus, und die Augenarterie, A. ophthalmica, hindurchtreten. Dicht hinter der Fissura orbitalis superior liegt am Boden der Grube der Zugang zu einem Kanal, dem Foramen [Canalis] rotundum, der den 2. Ast des N. trigeminus, den N. maxillaris, in die Flügelgaumengrube führt. Unmittelbar hinter diesem Kanal liegt ein größeres Loch von ovaler Form, Foramen ovale, durch das der 3. Ast des N. trigeminus, der N. mandibularis, die Schädelhöhle verläßt, Nach hinten und lateral vom Foramen ovale befindet sich ein wesentlich kleineres Loch, Foramen spinosum, das der A. meningea media zum Eintritt in das Schädelinnere dient.

Der mittlere Teil zwischen den beiden mittleren Schädelgruben wird als Pars sellaris bezeichnet, da er von der Sella turcica des Keilbeins gebildet wird. In diesem Abschnitt ist noch das bereits bei der äußeren Schädelbasis erwähnte Foramen lacerum und die innere Öffnung des Canalis caroticus hervorzuheben. Auch die vordere Fläche des Felsenbeins mit ihren beim Os temporale erwähnten Besonderheiten gehört noch zur mittleren Schädelgrube.

Die hintere Schädelgrube, Fossa cranii posterior, liegt wieder tiefer als die mittlere und wird vom Kleinhirn ausgefüllt. An der hinteren Fläche des sie nach vorn begrenzenden Felsenbeins findet man eine rundliche Öffnung, Porus acusticus internus, die in den inneren Gehörgang, Meatus acusticus internus, hineinführt. In diese Öffnung treten zwei Gehirnnerven ein: der N. facialis (VII) und der N. stato acusticus (VIII) sowie eine kleine Arterie, A. labyrinthi.

Basis cranii interna

An der Grenze von Schläfen- und Hinterhauptsbein liegt das Foramen jugulare, das durch je einen kleinen Stachel dieser beiden Knochen, Processus intrajugularis, mehr oder minder vollkommen in eine vordere und hintere Abteilung geschieden wird. Durch die vordere Abteilung zieht der Sinus petrosus inferior sowie der N. glossopharyngeus (IX), in der größeren hinteren Abteilung liegen N. vagus (X), N. accessorius (XI) und der Bulbus suv. venae jugularis.

In der Mitte zwischen den beiden hinteren Schädelgruben liegt die größte unpaare Öffnung der Schädelbasis, das große Hinterhauptsloch, Foramen occipitale magnum. Es enthält das verlängerte Mark, Medulla oblongata sowie die beiden Wirbelarterien, Aa. vertebrales. Außerdem tritt durch diese Öffnung der XL Gehirnnerv, N. accessorius, in die Schädelhöhle ein.

In der vorderen Hälfte der seitlichen Wand des Foramen occipitale magnum liegt der Canalis [n.] hypoglossi, durch den der gleichnamige Nerv (XII) die Schädelhöhle verläßt.

Категорія: Einführung in die Anatomie, Bewegungsapparat |
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