Fascia iliaca und Fascia lata

Die Fascia iliaca (Abb. 115, 116) umhüllt den ganzen M. iliopsoas bis zur Linea arcuata, bis zum Darmbeinkamm und bis zum Ansatz am Trochanter minor. Sie liegt also wie der Muskel zum größeren Teil in der Bauchhöhle, zum kleineren Teil am Oberschenkel. Bei ihrem Austritt aus der Bauchhöhle ist sie zum Teil mit dem lateralen Abschnitt des Leistenbandes fest verwachsen, zum Teil bildet sie die mediale Begrenzung der Lacuna musculorum.

Lacuna musculorum und Lacuna vasorum

Die inneren Hüftmuskeln

Die Fasoie bildet eine feste Kapsel um den Muskel, wodurch es verständlich wird, daß sogenannte Senkungsabszesse, die durch Tuberkulose der Brustwirbel verursacht sind, bis in die Fossa iliopectinea am Oberschenkel fortgeleitet werden können.

Die mächtigen Muskelmassen des Oberschenkels werden vom Lig. inguinale bis zur Patella abwärts von einer sehr kräftigen Muskelbinde, der Fascia lata (Abb. 114, 116) umhüllt.

Die Fascia lata

Die Muskeln des Obersohenkels sind gleiohsam so in die Fascienröhre hineingepreßt, daß sie bei einem umschriebenen Defekt der Fascia lata hervorquellen: „Muskelhernie“.

An der Außenseite des Oberschenkels ist die Fascia lata besonders kräftig. Hier entsteht durch den Zug zweier Muskeln, des Tensor fasciae latae und des Glutaeus maximus, ein straffer, sehnenartiger Streifen in der Fascie, der Tractus iliotibialis (Maissiati). Sein oberes Ende befestigt sich am Darmbeinkamm, sein unteres am Condylus lateralis der Tibia, wo er eine Tuberositas tractus iliotibialis hervorruft.

Eine weitere, allerdings nicht konstante Verstärkung der Fascia lata befindet sich wenig oberhalb der Kniescheibe, von innen distal nach außen proximal schräg über die Vorderseite des Obersohenkels verlaufend: Tractus suprapatellaris. Wenn dieser Faserzug ausgeprägt ist, schnürt er die Muskelmasse des erschlafften Vastus medialis ein und ruft so den sogenannten Suprapatellarwulst hervor, der in der klassischen Kunst oft geradezu übertrieben dargestellt ist. Er verschwindet, sobald der M. quadriceps kontrahiert wird.

Oben und medial, dicht unterhalb des Leistenbandes, zeigt die Fascia lata noch eine Besonderheit. Hier ist sie im Bereich eines ovalen Feldes besonders dünn und durch den Durchtritt von Lymph- und Blutgefäßen mehrfach durchlöchert, so daß man diese Stelle als Siebplatte, Fascia cribrosa, bezeichnet hat. Entfernt man die Fascia cribrosa, so tritt die verdünnte Stelle als ein ovales Loch in der Fascia lata ganz deutlich hervor. Diese Stelle der Fascia lata nennt man Hiatus saphenus [Fossa ovalis]. Ihre laterale Begrenzung ist be sonders deutlich und sichelförmig, daher Margo falciformis, ge nannt. Der obere Rand oder das obere Horn, Cornu superius, ist an das Lig. inguinale oder lacunare oder die Fascie des M. pectineus angeheftet. Der untere Rand, Cornu inferius, geht in die Fascia pectinea über. Im Hiatus saphenus liegen die großen Schenkelgefäße, A. und V. femoralis. Als Leitband für die Aufsuchung des Hiatus saphenus und damit der großen Gefäße dient eine an der medialen Seite des Oberschenkels auf der Fascia lata liegende und aufwärts ziehende Hautvene, die V. saphena magna, die im Hiatus saphenus in die V. femoralis einmündet.

Mehrere Muskeln des Oberschenkels werden von eigenen Fascien umgeben, in denen sie wie in Führungsröhren liegen, z. B. der M. sartorius. Die einzelnen Muskelgruppen wiederum werden durch zwei Abspaltungen der Fascia lata, die beiderseits in die Tiefe an das Femur gehen (Septum intermusculare mediale und laterale) voneinander getrennt. Ihre mechanische Bedeutung ist erheblich, denn sie dienen mehreren Muskeln sogar als Aponeurose, so die an sich beschränkte Oberfläche des Femur als Insertionsfläche vergrößernd.

Категорія: Einführung in die Anatomie, Bewegungsapparat |
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