Die Knochen des Beckengürtels - Ossa cinguli membri inferioris

Die beiden Hüftbeine bilden zusammen mit dem Kreuzbein das Becken, Pelvis (Abb. S. 103 — 107).

Rechtes Huftbein

Becken und Hüftgelenk mit Bändern, von vorn.

Becken und Hüftgelenk mit Bändern, von hinten

Weibliches und Männliches Becken

Rechte Beckenhälfte

Das Hüftbein, Os coxae, setzt sich aus drei Knochen zusammen: dem Darmbein, Os ilium, dem Sitzbein, Os ischii und dem Schambein, Os pubis. Diese drei Knochen stoßen

in der großen Hüftgelenkspfanne, Acetabulum, zusammen, was bei jungen Menschen noch deutlich zu erkennen ist (Abb. 103). Zwischen dem Schambein und dem Sitzbein ist das Os coxae in ziemlich beträchtlichem Umfang ausgespart. Diese Öffnung heißt das verstopfte Loch, Foramen obturatum, weil es beim Lebenden durch eine straffe bindegewebige Haut, Membrana obturatoria, verschlossen ist.

Das Darmbein, Os ilium, besteht aus einem dicken, an das Acetabulum grenzenden Teil, dem Körper, Corpus ossis ilium, und einem platten schaufelförmigen Teil, der Darmbeinschaufel, Ala ossis ilium, deren Innenfläche glatt und vertieft ist, Fossa iliaca, während ihre Außenfläche drei rauhe Linien aufweist: Linea glutaea anterior und inferior sowie die Linea glulaea posterior. Die Darmbeinschaufel besitzt an ihrer Innenfläche dorsal eine große, ohrenförmige Gelenkfläche, Facies auricularis, für die Verbindung mit dem Kreuzbein. Der obere Rand der Darmbeinschaufel ist verdickt: Darmbeinkamm, Crista iliaca, mit drei nicht immer deutlich ausgeprägten Leisten: Labium externum, Linea intermedia, Labium internum, die durch Ursprung bzw. Ansatz der Bauchmuskeln hervorgerufen sind. Die Crista iliaca endet vorne mit dem vorderen Darmbeinstachel, Spina iliaca anterior superior, einem markanten Knochenpunkt des Beckens, der auch beim Lebenden leicht abzutasten ist. Unterhalb des vorderen Darmbeinstachels springt der ventrale Rand des Darmbeins höckerartig vor: Spina iliaca anterior inferior [Tuberculum ilicum]. Der dorsale Rand dieses Knochens besitzt zwei Stacheln: Spina iliaca posterior sup. und post. inf.

Das Sitzbein, Os ischiu Der dicke Teil dieses Knochens, der das Acetabulum bilden hilft, heißt Corpus ossis ischii, der dünnere Teil Ramus ossis ischii, mit dem kräftigen Sitzbeinhöcker, Tuber ischiadicum. Am dorsalen Rand des Sitzbeines liegt der Sitzbeinstachel, Spina ischiadica, der die Grenze zwischen zwei Einschnitten, Incisura ischiadica major und minor, bildet.

Das Schambein, Os pubist besteht ebenfalls aus einem Körper, Corpus ossis pubis, der sich an der Bildung des Acetabulum beteiligt, einem oberen Ast, Ramus superior, und einem unteren Ast, Ramus inferior. Diese beiden Äste treffen in einer schmalen, aber ziemlich hohen Knochenplatte zusammen, die an ihrer medialen Seite eine überknorpelte Fläche, Facies symphysialis, trägt. Die obere Kante des Ramus superior ist zugeschärft: Schambeinkamm, Pecten ossis pubis, und geht medial in einen Höcker, Tuberculum pubicum, über. An der kaudalen Fläche dieses Astteiles ist eine Furche, Sulcus obturatorius, vorhanden.

Der Schambeinkörper verbindet sich mit dem Darmbein in einer leichten Erhebung, Eminentia iliopectinea (Abb. 106).

Beide Schambeine sind an ihren medialen Enden durch die Symphysis pubica miteinander verbunden.

Der knöcherne Beckengürtel ist an drei Stellen unterbrochen: dorsal durch zwei Gelenke, Articulationes sacroiliacae, und ventral durch ein Halbgelenk, die Symphysis pubica.

Die Schamfuge, Symphysis pubica

Die Facies symphysialis beider Schambeine ist mit einer dünnen Schicht von hyalinem Knorpel überzogen. Dazwischen liegt eine vorne etwa 1,5 cm breite, hinten wesentlich schmalere Platte aus Faserknorpel, Discus interpubicus, in derem Innern ein mehr oder minder großer Hohlraum, Cavum symphyseos, vorhanden sein kann. Über den oberen Rand der Symphyse zieht ein Band, Lig. pubicum superius, das mit der Faserknorpelplatte fest verwachsen ist und seitlich bis zum Tuberculum pubicum reicht. Auch über den unteren Rand der Symphyse zieht ein Band hinweg, Lig. arcuatum pubis. Es verläuft bogenförmig zwischen den beiden Schambeinästen, die beim Manne einen Winkel von 70 bis 75° (Angulus pubis), beim Weibe einen solchen von 90 bis 100° (Arcus pubis) bilden.

Froutalsehnitt durch die Symphyse.

Bei zu engem Becken kann der Geburtshelfer durch eine Durchtrennung der Symphyse (Symphyseotomie) das Becken wesentlich erweitern.

Articulatio sacroiliaca

Die beiden Gelenkflächen dieses straffen, fast unbeweglichen und in funktioneller Hinsicht einer Symphyse gleichkommenden Gelenkes sind die überknorpelten Facies auriculares des Kreuz- und Darmbeines. Beide Gelenkflächen sind nicht glatt, sondern unregelmäßig höckerig (Abb. 71).

Kreuzbein und Steißbein

Das Kreuzbein ist der Teil der Wirbelsäule, der die Last des Rumpfes auf die beiden Hüftbeine und damit auf die untere Extremität zu übertragen hat. Das Kreuzbein würde aber zwischen den beiden Hüftbeinen nach abwärts hindurchrutschen, wenn es nicht an diesen beiden Knochen durch Bandmassen verankert wäre, die in dieser Stärke und Mächtigkeit für den Menschen mit seinem aufrechten Gang kennzeichnend sind. Diese Bänder ziehen vom Kreuzbein teils zum Darm-, teils zum Sitzbein und heißen:

Bänder ziehen vom Kreuzbein teils zum Darm-, teils zum Sitzbein und heißen

Nicht nur vom Kreuzbein, sondern bereits vom 5. Lendenwirbel (Proc. costarius) geht ein Band, Lig. iliolumbale (Abb. 104, 105), zum Kamm des Darmbeines. Durch das Lig. sacrotuberale, das zum Tuber ischiadicum, und das Lig. sacrospinale, das zur Spina ischiadica zieht, wird aus der Incisura ischiadica major und minor je ein Loch, Foramen ischiadicum majus und minus, gebildet, die beide wichtige Durchtrittspforten für Muskeln, Gefäße und Nerven aus dem Becken in die Gesäßgegend (Regio glutaea) darstellen.
 

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