Der Brustkorb, Thorax

Der Brustkorb hat die Gestalt eines in sagittaler Richtung abgeplatteten Kegels, an dem man eine ventrale und dorsale Wand sowie zwei Seiten wände unterscheiden kann. Er bildet eine knöcherne, durch die Zwischenrippenräume, Spatia intercostalia, unterbrochene Wand für die Brust- und zum Teil auch für die Bauchorgane. Der von ihm umschlossene Raum, Cavum thoracis, besitzt zwei Öffnungen, die obere und untere Thoraxapertur.

Die obere Thoraxöffnung, Apertura thoracis superior, ist eng und nierenförmig. Ihre Umrandung wird vom 1. Brustwirbel, der 1. Rippe und dem Manubrium sterni gebildet (Abb. 64). Die Ebene der oberen Brustkorböffnung ist caudalwärts so geneigt, daß der obere Rand des Manubrium sterni auf die Wirbelsäule projiziert nicht den 1. Brustwirbel, sondern die Grenze vom 2. und 3. Brustwirbel trifft. Die obere Brustkorböffnung wird zum größten Teil ausgefüllt von den beiden Lungenspitzen, ferner von Gebilden, die vom Halse in die Brusthöhle ziehen, wie Speise- und Luftröhre, sowie von Gefäßen und Nerven.

Die obere Thoraxöffnung (nach BRAUS). Ansicht des Brustkorbes von oben nach Wegnahme der Halswirbelsäule.

Die untere Brustkorböffnung, Apertura thoracis inferior, ist viel weiter als die obere. Sie wird begrenzt vom Schwertfortsatz des Brustbeins und den beiden Rippenbögen, Arcus costales. Zwischen den letzteren schneidet ein Winkel, der Angulus infrasternalis oder epigastrische Winkel, ziemlich tief cranialwärts ein, so daß die vordere Bauchwand eine Strecke weit zwischen den beiden Rippenbögen emporreicht.

Der Querschnitt des Thorax ist beim Erwachsenen queroval, beim Neugeborenen längsoval oder kielförmig wie bei den vierfüßigen Säugetieren. In den Binnenraum des Thorax springt die Brustwirbelsäule vor. Dadurch sowie durch den zunächst dorsal gerichteten Verlauf der Rippen entstehen an seiner dorsalen Wand zwei Rinnen, Lungenrinnen genannt, weil sie einen großen Teil der Lungen umschließen.

Die Form des Brustkorbes ist verschieden in den verschiedenen Lebensaltern, bei den beiden Geschlechtern und bei verschiedenen Körperbautypen. Beim leptosomen Typus ist er schmal und schlank, beim eurysomen Typus kurz und gedrungen. Auch bei der Atmung ändert der Brustkorb seine Form. Bei der Einatmung wird er breit, tief und kurz, bei der Ausatmung schmal, seicht und lang (Abb. 63.).

Schema der Bewegung des Brustkorbes beim Atmen (nach MOLLIER). A in Exspirationsstellung, B in Inspirationsstellung, C von der Seite, beide Atemstellungen übereinander projiziert. Die roten Pfeile veranschaulichen die Vergrößerung der unteren Brustkorbapertur in der Ansicht von vorn (Abb. A und B: Verbreiterung des Thorax) und von der Seite (Abb. C: Erweiterung des Thorax nach vorn).
 

Категорія: Einführung in die Anatomie, Bewegungsapparat |
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